Bindungseinstellung nach der Gewichtsmethode


Die Marker M 10.0 Contact Control si Performance-Bindung, wie wir sie montieren.

Die Wintersaison hat begonnen, der Skiurlaub steht bevor und die neue Ausrüstung ist auch gekauft. Das Material ist eigentlich einsatzbereit. Aber irgendetwas fehlt: Die Skibindung ist nicht auf den Fahrer und seinen Skistiefel eingestellt. „Gut –“, denkt sich vielleicht mancher, „ich spare mir das Geld und passe den Schuh selbst ein und den Z-Wert stelle ich selbst ein“.

Häufige Fehler

Aber hierbei kann man grobe Fehler begehen, denn ein zu niedriger Z-Wert kann zur Folge haben, dass die Bindung zu früh auslöst, d.h. man den Ski während des Fahrens verliert. Das ist zwar lästig und kann auch zu Stürzen führen, aber viel gefährlicher ist ein zu hoher Z-Wert, denn das bedeutet, dass die Bindung bei einem Sturz möglicherweise nicht auslöst. Und das kann schmerzhafte und langwierige Verletzungen nach sich ziehen – der Alptraum eines jeden Wintersportlers. Und gerade die Ambitionierten Skifahrer neigen dazu, mit einem zu hohen Z-Wert zu fahren.

Es ist eine einfache Rechnung, wie sie außerhalb Deutschlands in den meisten Fällen auch Anwendung findet. Man teilt sein Körpergewicht in Kilogramm durch zehn und erhält den Z-Wert. In Deutschland allerdings ist diese Praxis gesetzeswidrig. Ein Sporthändler muss laut DIN-/ISO-Norm 11088 den Z-Wert mittels Maschinen per Messung der individuellen Eigenschaften der Bindung und des Schuhs ermitteln und die Bindung darauf abstimmen.

Bislang war die sogenannte Tibia-Methode üblich. Dabei wurde die Breite des Schienbeinkopfes (Tibia) gemessen, die neben Alter, Geschlecht, Sohlenlänge und Fahrkönnen Grundlage für die Ermittlung des Z-Werts war.

Wir nutzen die Gewichtsmethode

Wir haben allerdings seit dieser Saison unseren Service auf die Gewichtsmethode umgestellt. Diese Methode wurde in der Schweiz und den USA durch die statistische Auswertung von Skiunfällen ausgearbeitet und dort hat sie sich auch jahrelang bewährt. Wie der Name schon sagt, spielt dabei das Gewicht die maßgebliche Rolle und nicht die Tibia. Anstelle des Geschlechts bei der Tibia-Methode wird hierbei die Körpergröße berücksichtigt, denn der auf das Knie einwirkende Drehmoment ist abhängig von der Körpergröße.

Auf den ersten Blick kann es Überraschungen man bei dieser Methode geben: Denn eine ambitionierte, kleine, leichte Skifahrerin mit entsprechend kleinen Füßen kann mit einem höheren Z-Wert fahren als bspw. ein großer, schwerer Mann, der einen Schuh mit großer Sohlenlänge trägt. Denn insbesondere die Sohlenlänge des Skischuhs und die damit verbundene Hebelwirkung kann den Auslösedrehmoment verändern.

Fazit

Sparen Sie nicht am falschen Ende. Bei der Einstellung Ihrer Skibindung geht es um Ihre Sicherheit. Insbesondere mit unserer neuen Drivetronic-Anlage und der Gewichtsmethode können wir als Sportfachhändler Sicherheit gewährleisten. Bei neuem aber insbesondere bei älterem Material ist eine regelmäßige Überprüfung des korrekten Z-Wertesvon Nöten, da sich die Eigenschaften der Stahlfeder mit zunehmendem Alter verändern. Die 8,95 € für die Einstellung sind bestimmt keine Fehlinvestition, Sie investieren damit schließlich in Ihre Gesundheit.

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